Jun 29, 2026

Zwischenruf: Starke Quartiere sichern Ankommen und Zusammenleben

Ankunftsquartiere erbringen eine besondere Integrationsleistung für die gesamte Stadtgesellschaft – und geraten zunehmend an ihre Grenzen. In unserem Zwischenruf, der aus drei Jahren transdisziplinärer Forschung in zwölf deutschen Kommunen hervorgegangen ist, formulieren wir einen Denk- und Handlungsauftrag an Bund, Länder und Kommunen.

Kommunale Integrationsarbeit steht vor wachsenden Anforderungen: Die Heterogenität der Zugewanderten nimmt zu, Regelsysteme geraten unter Druck, Förderprogramme laufen aus. Gleichzeitig erschwert ein zunehmend polarisierter Migrationsdiskurs die Arbeit vor Ort. Vor diesem Hintergrund benennt der Zwischenruf drei zentrale Handlungsbedarfe: Integration muss als dauerhafte, ressortübergreifende Aufgabe auf allen föderalen Ebenen verlässlich finanziert und verankert werden, unabhängig von wechselnden Dynamiken der Zuwanderung. Förderprogramme sollten langfristiger, flexibler und stärker quartiersbezogen gestaltet werden, um nachhaltig wirksame Strukturen vor Ort aufzubauen und zu sichern. Und Ankunftsquartiere müssen gezielt als Schlüsselräume für Teilhabe und sozialen Zusammenhalt qualifiziert werden: Durch stabile Begegnungsräume, langfristige Gemeinwesenarbeit und eine weiterentwickelte Beteiligungspraxis.

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