Abschlusstagung in Essen
Ankunftsquartiere stärken: Wie könnenTeilhabe und Zusammenhalt vor Ort gelingen? Diese Frage stand im Zentrum der Abschlusstagung „Von der Ankunft zur Teilhabe“ gestern in Essen. Nach drei Jahren Forschungs-Praxis-Projekt „Teilhabein ,neuen‘ Ankunftsquartieren stärken“ kamen Perspektiven aus Wissenschaft, Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft, Politik und Wohnungswirtschaft zusammen.

Das Projekt hat gezeigt: Ankunftsquartiere sind weit mehr als Orte besonderer Herausforderungen. Sie eröffnen Zugänge zu Wohnraum, Beratung, Bildung, sozialen Netzwerken und alltagspraktischem Wissen. Damit leisten sie eine wichtige Funktion für die gesamte Stadtgesellschaft. Um diese stadtweite Funktion erfüllen können, benötigen Kommunen verlässliche Rahmenbedingungen und ausreichende Handlungsspielräume, um auf sich verändernde Bedarfe reagieren zu können. Neben lokalem Engagement sind daher verlässliche soziale Infrastrukturen, langfristige Finanzierungsmodelle, flexible undbedarfsorientierte lokale Governance-Strukturen sowie politische Aufmerksamkeit für die konkreten Bedingungen vor Ort erforderlich.
Die Tagung bot Raum für kommunale Praxisbeispielezur Stärkung von Ankommen und Teilhabe, Posterpräsentationen der beteiligten Projektkommunen, wissenschaftliche Einordnungen und den Austausch über Handlungsperspektiven für Verwaltung, Politik, Wohnungswirtschaft und Zivilgesellschaft. Mit der essayistischen Annäherung an das Ankommen und Bleiben von Dinçer Güçyeter erhielt das Thema zudem eine besondere, reflektierende Perspektive.
Vielen Dankan alle Referent*innen, Diskutant*innen, kommunalen Partner*innen, lokalen Akteur:innen und Teilnehmenden, die ihre Erfahrungen, Fragen und Perspektiven eingebracht haben.